KfW-Programm Erneuerbare Energien
Zusatzinformationen
Zum 1.1.2009 bündelt die KfW ihre Programme zur Finanzierung erneuerbarer Energien. Das neu geschaffene Programm „Erneuerbare Energien“ ersetzt zum Jahreswechsel das Programm „Solarstrom erzeugen“ für kleine PV-Anlagen (ist Ende 2008 ausgelaufen) sowie das „ERP“- und „KfW-Umweltprogramm“ zur Finanzierung von größeren PV-Anlagen.
Zusätzlich wird auch der Teil des Marktanreizprogramms (KfW-Programm 128), der schon bisher für große EE-Anlagen zur Wärmeerzeugung bei der KfW angesiedelt war, in diesem Programm verankert.
Das neue KfW-Programm Erneuerbare Energien dient der langfristigen Finanzierung von Maßnahmen zur Nutzung Erneuerbarer Energien zu einem günstigen Zinssatz.
Im Programmteil “Standard” wird die Nutzung Erneuerbarer Energien zur Erzeugung von Strom bzw. Strom und Wärme in KWK gefördert.
Im Programmteil “Premium” werden besonders förderwürdige größere Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärmeerzeugung gefördert. Dieser Programmteil kann u.a. für große Solarthermieanlagen ab 40 qm Bruttokollektorfläche genutzt werden.

Programmkonditionen

A. Programmteil “Standard”
1. Wer kann gefördert werden?
• In- und ausländische Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, die sich mehrheitlich in Privatbesitz befinden.
• Unternehmen, an denen Kommunen, Kirchen oder karitative Organisationen beteiligt sind
• Freiberufler
• Natürliche Personen und gemeinnützige Antragsteller die wirtschaftlich tätig sind (den erzeugten Strom/die erzeugte Wärme einspeisen)

2. Was wird gefördert?
• Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien, insbesondere Photovoltaikanlagen, die die Anforderungen des Gesetzes zur Neuregelung des Rechts Erneuerbarer Energien im Strombereich EEG vom 21.07.04 erfüllen
• KraftWärmeKopplungs-Anlagen und Anlagen zur Wärmeerzeugung, die die Anforderungen des Programmteils “Premium” nicht erfüllen

3. In welchem Umfang kann mitfinanziert werden?
Finanzierungsanteil:
• Bis zu 100 % der förderfähigen Netto-Investitionskosten (ohne MwSt.)
Kreditbetrag:
• max. 10 Millionen Euro pro Vorhaben, im Einzelfall kann davon nach oben abgewichen werden

B. Programmteil: “Premium”
1. Wer kann gefördert werden?
• Natürliche Personen und gemeinnützige Antragsteller, die die erzeugte Wärme und/oder den erzeugten Strom ausschließlich für den Eigenbedarf nutzen
• Freiberufler
• Land- und Forstwirte
• Kleine und mittlere private gewerbliche Unternehmen
• Unternehmen, an denen mehrheitlich Kommunen beteiligt sind
• Großunternehmen bei besonders förderwürdigen Maßnahmen für die Solarthermie
• Kommunen, Kommunale Gebietskörperschaften, rechtlich unselbständige kommunale Betriebe und kommunale Zweckverbände
2. Was wird gefördert?
Es werden Solarkollektoranlagen mit mehr als 40 m² Bruttokollektorfläche gefördert zur:
• Warmwasserbereitung
• Raumheizung
• kombinierten Warmwasserbereitung und Raumheizung von Wohngebäuden mit 3 und mehr Wohneinheiten oder Nichtwohngebäuden mit mindestens 500 m² Nutzfläche
(Diese Mindestgröße gilt nicht bei Gebäuden zur sanitären Versorgung)
• Bereitstellung von Prozesswärme
• solaren Kälteerzeugung

Für alle Verwendungszwecke des Programmteils “Premium” gilt:
Die Anlagen sind mindestens 7 Jahre zu betreiben. Innerhalb dieses Zeitraumes darf eine geförderte Anlage nicht außer Betrieb gehen. Auch bei einer Veräußerung muss die Anlage mindestens 7 Jahre betrieben werden.

3. In welchem Umfang kann mitfinanziert werden?
Finanzierungsanteil:
• Bis zu 100 % der förderfähigen Netto-Investitionskosten (ohne MwSt.).
Kreditbetrag:
• max. 10 Millionen Euro pro Vorhaben

Quelle: Bundesverband Solarwirtschaft